Neues Floriansdorf in Karlsbad (Tschechien) eröffnet

Im Sommer dieses Jahres eröffnete im tschechischen Karlsbad ein weiteres Floriansdorf. Die „Svet Zachranaru“ (übersetzt: Rettungswelt) orientiert sich inhaltlich stark am Iserlohner Vorbild und dennoch kann sich Iserlohn noch einiges abgucken.

Die Familie der Floriansdörfer kann sich über weiteren Zuwachs freuen. Das insgesamt vierte Dorf und das Erste auf ausländischem Boden wurde jetzt in Karlsbad eröffnet. Grundlage dieser Eröffnung ist eine seit dem Jahr 2008 gelebte Kooperation zwischen dem Floriansdorf Iserlohn und der Organisation Rettungsring aus Karlsbad, die die Idee für diese Einrichtung zur Unfall- und Feuerprävention hatte. Zuletzt hatte eine Delegation, unter anderem Karlsbads Oberbürgermeister Petr Kulhanek, Iserlohn im Jahr 2012 besucht und sich noch einmal inhaltliche Anregungen eingeholt. Hiervon wurden viele auch umgesetzt.  

Der Leiter des Iserlohner Floriansdorfes, Carsten Malkus, hat sich jetzt, bei einem Besuch in Karlsbad, ein Bild von der neuen Einrichtung machen können und war begeistert zu sehen, wie viele inhaltliche Aspekte aus Iserlohn übernommen worden sind. „Das zeigt uns, dass wir hier in Iserlohn vieles richtig machen und unsere Arbeit hoch angesehen ist“, so Malkus, der aber auch Anregungen mit nach Hause nehmen konnte. So ist die Gesamtkonstellation in Karlsbad eine andere. Die Stadtväter der knapp 50.000 Einwohner großen Stadt an der deutschen Grenze haben die Einrichtung erbaut und den Betrieb ausgeschrieben. Den Zuschlag hat dann die Organisation Rettungsring erhalten, die die Einrichtung mit insgesamt 5 festen Mitarbeitern betreibt. Die täglich stattfinden Schulungen allerdings werden, ähnlich wie in Iserlohn, durch Angehörige der Feuerwehr, Polizei und anderer Hilfsorganisationen durchgeführt, wobei pro Schulung drei Ausbilder gleichzeitig zur Verfügung stehen.
Der Betrieb der „Rettungswelt“ wird zu einem Teil durch Sponsoren finanziert. Damit aber die Schulungen kostenfrei stattfinden können, erhält der Betreiber einen jährlichen Zuschuss durch die Stadt Karlsbad. „Wir haben die Wichtigkeit der präventiven Arbeit erkannt und ein zukunftsfähiges, unabhängiges Modell auf die Beine gestellt“, erklärt Veronika Krajsova, die Leiterin der Svet Zachranaru, „denn die Feuerprävention ist zu Recht eine öffentliche Aufgabe und muss auch als solche behandelt werden.“

Die Eröffnung der Karlsbader Einrichtung soll auf keinen Fall das Ende der Kooperation bedeuten. Beide Seiten haben sich auch weiterhin Unterstützung angeboten und wollen sich regelmäßig austauschen.

  

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